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Wenn Sie ein Gedicht über die Laute finden, mailen Sie an: Thomas Schall, Niederhofheimer Weg 3, D-65843 Sulzbach, Tel.: 06196-74519
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Gedichte über die Laute
Rilke: Die Laute
Johannes Köhnke: An meine Laute
Josef von Eichendorff: Der wandernde Musikant (1837)
ders.: Auszüge aus weiteren Gedichten
ders.; Sehnsucht
ders.: Nachruf
Heinrich Lautensack: Das Lied zur Laute
Martin Möbius: Die schwarze Laute (beigesteuert
von Norbert Fischer)
Die verstummte Laute (beigesteuert von Norbert
Fischer)
Justinus Kerner. Die Alte Laute (beigesteuert von Norbert
Fischer)
Janos Arany (Ungarn, 1817-1882): Ich
legte meine Laute nieder (beigesteuert
von Norbert Fischer)
B. Graf von Haugwitz: Die Laute (beigesteuert von Markus
Lutz)
G.W.R. Becker: Der Eber und die Laute (beigesteuert von Markus
Lutz)
Hans Bethge: Das Trinklied vom Jammer der Erde (beigesteuert
von Roman Turovsky)
Hanns Eisler: In der Frühe (beigesteuert
von Roman Turovsky)
Gottfried August Bürger: Es blüht ein Blümchen irgendwo
(beigesteuert von Roman Turovsky)
Hans Bethge (1876-1946): Der Abschied
(beigesteuert von Roman Turovsky)
William (of Hawthornden) Drummond: To His Lute
(beigesteuert von Norbert Fischer)
EdmundWaller (1607-1687) (beigesteuert
von Norbert Fischer)
Sir Thomas Wyatt: My Lute Awake (beigesteuert
von Norbert Fischer)
Geoffrey Whitney. Leyden, Plantyn, 1586. (beigesteuert
von Christopher Burgon)
Aus "A Reply to Stephen Gosson's Schoole of Abuse in Defence
of Poetry, Musick, and Stage
Plays." by Thomas Lodge (beigesteuert von Reiner aus dem
Spring)
Corbet (beigesteuert
von Anthony Hart)
Richard Blackmore (1650-1729) The Creation
(beigesteuert von Anthony Hart)
Maurice Scève,
Délie, 1544 (beigesteuert von Jean-Marie Poirier)
Pierre de Ronsard, Les Amours, 1552
(beigesteuert von Jean-Marie Poirier)
Louise Labé, Œuvres, 1555 (beigesteuert
von Jean-Marie Poirier)
Pontus de Tyard, Livre de Vers Liriques, 1573 (beigesteuert
von Jean-Marie Poirier)
Ich bin die Laute. Willst du meinen Leib
beschreiben, seine schön gewölbten Streifen:
sprich so, als sprächest du von einer reifen
gewölbten Feige. Übertreib
das Dunkel, das du in mir siehst. Es war
Tullias Dunkelheit. In ihrer Scham
war nicht so viel, und ihr erhelltes Haar
war wie ein heller Saal. Zuweilen nahm
sie etwas Klang von meiner Oberfläche
in ihr Gesicht und sang zu mir.
Dann spannte ich mich gegen ihre Schwäche,
und endlich war mein Inneres in ihr.
Im leisen und im lauten Spiel
Ertöne süss mein Lautenspiel,
Und muss ich um was Liebes leiden,
Verkläre du mein Liebesleiden
Und lass dein holdes Saitenklingen
Wie Gold nach allen Seiten klingen,
Dass niemand ahnt beim Liederklang,
Wie nur aus Schmerz mein Lied erklang.
1
Wandern lieb ich für mein Leben,
Lebe eben wie ich kann,
Wollt ich mir auch Mühe geben,
Paßt es mir doch gar nicht an.
Schöne alte Lieder weiß ich,
In der Kälte, ohne Schuh'
Draußen in die Saiten reiß ich,
Weiß nicht, wo ich abends ruh.
Manche Schöne macht wohl Augen,
Meinet, ich gefiel' ihr sehr,
Wenn ich nur was wollte taugen,
So ein armer Lump nicht wär. -
Mag dir Gott ein'n Mann bescheren,
Wohl mit Haus und Hof versehn!
Wenn wir zwei zusammen wären,
Möcht mein Singen mir vergehn.
2
Wenn die Sonne lieblich schiene
Wie in Welschland lau und blau,
Ging' ich mit der Mandoline
Durch die überglänzte Au.
In der Nacht dann Liebchen lauschte
An dem Fenster süß verwacht,
Wünschte mir und ihr, uns beiden,
Heimlich eine schöne Nacht.
Wenn die Sonne lieblich schiene
Wie in Welschland lau und blau,
Ging' ich mit der Mandoline
Durch die überglänzte Au.
3
Ich reise übers grüne Land,
Der Winter ist vergangen,
Hab um den Hals ein gülden Band,
Daran die Laute hangen.
Der Morgen tut ein'n roten Schein,
Den recht mein Herze spüret,
Da greif ich in die Saiten ein,
Der liebe Gott mich führet.
So silbern geht der Ströme Lauf,
Fernüber schallt Geläute,
Die Seele ruft in sich: Glück auf!
Rings grüßen frohe Leute.
Mein Herz ist recht von Diamant,
Ein Blum von Edelsteinen,
Die funkelt lustig übers Land
In tausend schönen Scheinen.
Vom Schlosse in die weite Welt
Schaut eine Jungfrau 'runter,
Der Liebste sie im Arme hält,
Die sehn nach mir herunter.
Wie bist du schön! Hinaus, im Wald
Gehn Wasser auf und unter,
Im grünen Wald sing, daß es schallt,
Mein Herz, bleib frei und munter!
Die Sonne uns im Dunkeln läßt,
Im Meere sich zu spülen,
Da ruh ich aus vom Tagesfest
Fromm in der roten Kühle.
Hoch führet durch die stille Nacht
Der Mond die goldnen Schafe,
Den Kreis der Erden Gott bewacht,
Wo ich tief unten schlafe.
Wie liegt all falsche Pracht so weit!
Schlaf wohl auf stiller Erde,
Gott schütz dein Herz in Ewigkeit,
Daß es nie traurig werde!
4
Bist du manchmal auch verstimmt,
Drück dich zärtlich an mein Herze,
Daß mirs fast den Atem nimmt,
Streich und kneif in süßem Scherze,
Wie ein rechter Liebestor
Lehn ich sanft an dich die Wange
Und du singst mir fein ins Ohr.
Wohl im Hofe bei dem Klange
Katze miaut, Hund heult und bellt,
Nachbar schimpft mit wilder Miene -
Doch was kümmert uns die Welt,
Süße, traute Violine!
5
Mürrisch sitzen sie und maulen
Auf den Bänken stumm und breit,
Gähnend strecken sich die Faulen,
Und die Kecken suchen Streit.
Da komm ich durchs Dorf geschritten,
Fernher durch den Abend kühl,
Stell mich in des Kreises Mitten,
Grüß und zieh mein Geigenspiel.
Und wie ich den Bogen schwenke,
Ziehn die Klänge in der Rund
Allen recht durch die Gelenke
Bis zum tiefsten Herzensgrund.
Und nun gehts ans Gläserklingen,
An ein Walzen um und um,
Je mehr ich streich, je mehr sie springen,
Keiner fragt erst lang: warum? -
Jeder will dem Geiger reichen
Nun sein Scherflein auf die Hand -
Da vergeht ihm gleich sein Streichen,
Und fort ist der Musikant.
Und sie sehn ihn fröhlich steigen
Nach den Waldeshöhn hinaus,
Hören ihn von fern noch geigen,
Und gehn all vergnügt nach Haus.
Doch in Waldes grünen Hallen
Rast ich dann noch manche Stund,
Nur die fernen Nachtigallen
Schlagen tief aus nächtgem Grund.
Und es rauscht die Nacht so leise
Durch die Waldeseinsamkeit,
Und ich sinn auf neue Weise,
Die der Menschen Herz erfreut.
6
Durch Feld und Buchenhallen
Bald singend, bald fröhlich still,
Recht lustig sei vor allen,
Wers Reisen wählen will!
Wenns kaum im Osten glühte,
Die Welt noch still und weit:
Da weht recht durchs Gemüte
Die schöne Blütenzeit!
Die Lerch als Morgenbote
Sich in die Lüfte schwingt,
Eine frische Reisenote
Durch Wald und Herz erklingt.
O Lust, vom Berg zu schauen
Weit über Wald und Strom,
Hoch über sich den blauen
Tiefklaren Himmelsdom!
Vom Berge Vöglein fliegen
Und Wolken so geschwind,
Gedanken überfliegen
Die Vögel und den Wind.
Die Wolken ziehn hernieder,
Das Vöglein senkt sich gleich,
Gedanken gehn und Lieder
Fort bis ins Himmelreich.
Ich reise übers grüne Land,
Der Winter ist vergangen,
Hab um den Hals ein gülden Band,
Daran die Laute hangen.
Mein' Seele ist so beklommen,
Die Gassen sind leer und tot,
Da hab ich die Laute genommen
Und singe in meiner Not.
Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das herz mir im Leib entbrennte,
Da hab ich mir heimlich gedacht:
Ach, wer mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!
Zwei junge Gesellen gingen
Vorüber am Bergeshang,
Ich hörte im Wandern sie singen
Die stille Gegend entlang:
Von schwindelnden Felsenschlüften,
Wo die Wälder rauschen so sacht,
Von Quellen, die von den Klüften
Sich stürzen in die Waldesnacht.
Sie sangen von Marmorbildern,
Von Gärten, die überm Gestein
In dämmernden Lauben verwildern,
Palästen im Mondenschein,
Wo die Mädchenam Fenster lauschen,
Wenn der Lauten Klang erwacht
Und die Blumen verschlafen rauschen
In der prächtigen Sommernach. -
Du liebe, treue Laute,
Wie manche Sommernacht,
Bis daß der Morgen graute,
Hab ich mit dir durchwacht!
Die Täler wieder nachten,
Kaum spielt noch Abendrot,
Doch die sonst mit uns wachten,
Die liegen lange tot.
Was wollen wir nun singen
Hier in der Einsamkeit,
Wenn alle von uns gingen,
Die unser Lied erfreut?
Wir wollen dennoch singen!
So still ist's auf der Welt;
Wer weiß, die Lieder dringen
Vielleicht zum Sternenzelt.
Wer weiß, die da gestorben,
Sie hören droben mich,
Und öffnen leis die Pforten
Und nehmen uns zu sich.
Dein Leib, der ist ein Garten reich,
darin ich selig weide;
In seiner Mitten glüht ein Teich ...
Über den Spiegel beug ich mich hin,
Schau mein eigen Bild darin,
Über den Spiegel beug ich mich hin,
Schau mein eigen Bild darin,
Tu meine Lippen bis an den Flaum
Des Wassers - aufspritzt Schaum,
Heißer Schaum,
Weißer als Seide.
Dein Leib, der ist ein Garten reich,
darin ich selig weide.
In seiner Mitten glüht ein Teich ...
Aus dem Rosenstocke vom Grabe des Christ
eine schwarze Laute gebauet ist,
der wurden grüne Reben zu Saiten gegeben.
O wehe du, wie selig sang,
so erossüß, so Jesusbang
die schwarze Rosenlaute!
Ich hörte sie singen in maienlichter Nacht,
da bin ich zur Liebe in Schmerzen erwacht,
da wurde meinem Leben die Sehnsucht gegeben.
O wehe du, wie selig sang,
so erossüß, so Jesusbang
die schwarze Rosenlaute!
Sie mochte gern an seiner Schulter lehnen
In einem weichen Abenddämmerlicht,
Sie barg vor ihm das Rieseln ihrer Tränen,
Den halbenthüllten Reiz der Seele nicht:
"Freund, einzger Freund auf diesem düstern Eiland,
Ich welke! Chastelard, auch du bist bleich!
Schlag deine Laute! Singe mir von weiland!
Von meinem ersten Königreich!"
Er stürmte durch die Saiten: "Jener Tage
Ins Meer gesunkne Sonnen sind verblasst!
Maria Stuart! Ich erhebe Klage,
Dass du geschluchzt an meinem Herzen hast!
Mit deinen Tränen bade hier dem reinen,
Entseelten Gott die Marmorfüsse bleich -
Weib, sündlich ists vor einem Menschen weinen
Mit diesen Augen warm und weich!
Was war ich dir? Der nichtige Vertraute!
Ein Echo, das von deinen Seufzern scholl!
Ein Spiegel, drin sie eitel sich beschaute,
Die Zähre, die dir an der Wimper quoll!
War dir die Laute nur, darauf zu breiten
Die Fingerspitzen, und ich hallte schön -
Ich hasse dich!" Er riss entzwei die Saiten
Mit einem gellen Missgetön.
Er floh davon, hinaus in Wald und Wildnis,
Doch wo er lechzend schlürft' aus einem Quell,
Sah er im Brunnen ein geliebtes Bildnis
Aus naher Tiefe schimmern dunkelhell,
Sah er ein blasses Angesicht in Zähren,
Es schwand und blickte wiederum empor,
Von Sehnen und Erfüllen und Gewähren
Rauschts um den Born in Schilf und Rohr.
"Maria!" so beginnt in ihrer Kammer
Am Lager kniend sie das Nachtgebet.
"Maria!" wiederholt voll Glut und Jammer
Ein Mund, der neben ihr im Dunkel fleht.
Sie schreit. Man kommt. Von Fackelglut gerötet
Bebt sie vor Zorn: "Ein Mörder! Fesselt ihn!"
Er lächelt: "Ist sie schön! Auch wenn sie tötet!"
Und gibt den Schergen sich dahin.
Er schreitet seinem Blutgerüst entgegen
In einem klaren kühlen Morgenrot,
Mit hohlen Blicken flüstert angelegen
Als hagrer Pater der vermummte Tod:
"Freund du bekommst es gut! Du wirst entlastet!
Ich absolviere dich von Lust und Pein!
Von keiner weichen, weissen Hand betastet,
Wirst du die stumme Laute sein!"
Hörst du den Vogel singen?
Siehst du den Blütenbaum?
Herz! kann dich das nicht bringen
Aus deinem bangen Traum?
Was hör' ich? Alte Laute
Wehmüt'ger Jünglingsbrust,
Der Zeit, als ich vertraute
Der Welt und ihrer Lust.
Die Tage sind vergangen,
Mich heilt kein Kraut der Flur;
Und aus dem Traum, dem bangen,
Weckt mich ein Engel nur.
Ich lege meine Laute nieder,
stumm ruhe sie in Zukunft hier.
Ich bin nicht mehr, der ich gewesen,
mein beß'res Ich erstarb in mir.
Ein falsches Licht ist nur das Feuer,
die Wärme schwand, verschwelte ganz...
Wohin bist du entflohn, entschwunden,
du meiner Seele Jugendglanz?
Es lächelte ein andrer Himmel,
die Erde war in Samt gehüllt,
aus jedem Strauch drang Vogeljubel,
als diesen Mund Musik erfüllt.
Der Abendwind war voller Würze,
reicher der Wiesen Blütenkranz...
Wohin bist du entflohn, entschwunden,
du meiner Seele Jugendglanz?
Ich sang nicht einsam, so wie heute,
oft glühten meine Saiten heiß
im Wettstreit mit dem Freund, der sorgend
auch um die Kunst des andern weiß.
Feuer entbrannte so an Feuer,
verwebte sich zum Flammentanz...
Wohin bist du entflohn, entschwunden,
du meiner Seele Jugendglanz?
Wir sangen von der Zukunft Hoffnung,
beweinten auch vergangnes Leid,
und mit dem Kranz des Ruhms umgaben
wir unsre Heimat jederzeit.
Und jedes Lied flocht sich als frisches
Blatt in des Vaterlandes Kranz...
Wohin bist du entflohn, entschwunden,
du meiner Seele Jugendglanz?
Wir sahn im Geist auf unsren Gräbern
sich widerspiegeln Ruhm und Ehr,
wir träumten uns ein Volk, unsterblich,
das stolz auf seine Dichter wär!
Wir glaubten, wenn es uns gebühre,
gäb man uns auch den Lorbeerkranz...
Wohin bist du entflohn, entschwunden,
du meiner Seele Jugendglanz?
Was seid ihr jetzt, ihr armen Klänge?
Die Seelen toter Melodien,
die aus dem Friedhof wie Gespenster
noch nach dem Tode geisternd ziehn.
Vielleicht die Stimme in der Wüste,
ein Leichentuch, ein Totenkranz...
Wohin bist du entflohn, entschwunden,
du meiner Seele Jugendglanz?
Ich lege meine Laute nieder.
Sie wiegt zu schwer. Wen kümmert auch
das Lied? Wen freut die welke Blüte
am toten Ast, am dürren Strauch?
Wenn eines Baumes Leben endet,
Erstirbt auch bald die Blüte ganz...
Für alle Zeit bist du entschwunden,
Du meiner Seele Jugendglanz!
(Übersetzung von ANNEMARIE BOSTROEM)
Süße Laute, dich hat auf allerfreuender Erde
Unter sterblicher Hand nimmer ein Künstler gewölbt!
Lauben des Himmels entstieg Harmonie selber, und legte,
Ihrer Liebe Geschenk, dich in Naidions
(aus "Deutsches Museum", 1788, 1, S. 480)
Ein Tonkünstler pflegte täglich, bei seinen Spaziergängen, die Zither mitzunehmen,
und erfüllte oft den einsamen Wald mit hellentströmenden Tränen. Ein Eber,
welcher ihn oft von weitem behorchte, bewunderte dies seltsame Instrument,
und glaubte, jede Bewegung dieser Saiten müsse Klang und Harmonie hervorbringen.
Als dahero der Tonkünstler einstmals die Zither an einen niedern Ast gehängt
hatte, lief der Eber freudig hinzu, rufte noch einige andere, nicht weit davon
grasende Thiere zusammen, und versprach, ihr Gehör wundersam zu kitzeln.
Doch kaum hatte ers versucht, mit dem Rüssel über die Saiten zu fahren, als
dieselben stracks zerrissen, und er von allen anwesenden Zuhörern Spott statt
des Lobes erhielt.
Unberufne Sänger, und Barden, wäre vielleicht dieser Eber euer Verwandter?
(aus "Deutsches Museum", 1783, 1, S.279)
after the French of Judith Gautier and D'Hervey-Saint-Denys after the Chinese of Li-Tai-Po (701-762).
Herr dieses Hauses!
Dein Keller birgt die Fülle des goldenen Weins!
Hier, diese Laute nenn' ich mein!
Die Laute schlagen und die Gläser leeren,
Das sind die Dinge, die zusammen passen.
Ein voller Becher Weins zur rechten Zeit
Ist mehr wert, als alle Reiche dieser Erde!
Dunkel is das Leben, ist der Tod.
Text nach Anacreon (ca . 582 v.Ch. - ca. 485 v.Ch.)
1943 aus Anakreontische Fragmente, no. 5..
Von dem Dünnkuchen zum Morgenbrot
erst ein Stücklein mir brach ich.
Trank auch einen Krug voll Wein dazu.
Und zur zärtlichen Laute jetzo greif ich.
Mein arm heimatlich Land, wann werde ich dich wieder sehn?
Mein arm heimatlich Land.
Der Laute gleicht des Menschen Herz,
Zu Sang und Klang gebaut,
Doch spielen sie oft Lust und Schmerz
Zu stürmisch und zu laut:
Der Schmerz, wann Ehre, Macht und Gold
Vor deinen Wünschen fliehn,
Und Lust, wann sie in deinen Sold
Mit Siegeskränzen ziehn.
etc.
after the French of Judith Gautier and D'Hervey-Saint-Denys, after the Chinese of Mong-Kao-Yen and Wang-Wei
Es wehet kühl im Schatten meiner Fichten.
Ich stehe hier und harre meines Freundes;
Ich harre sein zum letzten Lebewohl.
Ich sehne mich, o Freund, an deiner Seite
Die Schönheit dieses Abends zu genießen.
Wo bleibst du? Du läßt mich lang allein!
Ich wandle auf und nieder mit meiner Laute
Auf Wegen, die vom weichen Grase schwellen.
O Schönheit! O ewigen Liebens - Lebenstrunkne Welt!
My lute, be as thou wert when thou didst grow
With thy green mother in some shady grove,
When immelodious winds but made thee move,
And birds their ramage did on thee bestow.
Since that dear Voice which did thy sounds approve,
Which wont in such harmonious strains to flow,
Is reft from Earth to tune those spheres above,
What art thou but a harbinger of woe?
Thy pleasing notes be pleasing notes no more,
But orphans' wailings to the fainting ear;
Each stroke a sigh, each sound draws forth a tear;
For which be silent as in woods before:
Or if that any hand to touch thee deign,
Like widowed turtle, still her loss complain.
On My Lady Isabella Playing on the Lute
Such moving sounds, from such a careless touch,
So unconcern'd her self, and we so much
What Art is this, that with so little Pains
Transports us thus, and o'er our Spirits reigns
The trembling Strings about her Fingers crowd
And tell their Joy for ev'ry Kiss aloud:
Small Force there needs to make them tremble so;
Touch'd by that Hand who would not tremble too?
Here Love takes stand, and while she charms the Ear
Empties his Quiver on the list'ning Deer;
Musick so softens and disarms the Mind,
That not an Arrow does Resistance find.
Thus the fair Tyrant Celebrates the Prize,
And acts her self the Triumph of her Eyes.
So Nero once, with Harp in hand, survey'd
His Flaming Rome, and as it Brnt he Play'd
My lute awake! perform the last
Labour that thou and I shall waste,
And end that I have now begun;
For when this song is sung and past,
My lute be still, for I have done.
As to be heard where ear is none,
As lead to grave in marble stone,
My song may pierce her heart as soon;
Should we then sigh or sing or moan?
No, no, my lute, for I have done.
The rocks do not so cruelly
Repulse the waves continually,
As she my suit and affection;
So that I am past remedy,
Whereby my lute and I have done.
Proud of the spoil that thou hast got
Of simple hearts thorough Love's shot,
By whom, unkind, thou hast them won,
Think not he hath his bow forgot,
Although my lute and I have done.
Vengeance shall fall on thy disdain
That makest but game on earnest pain.
Think not alone under the sun
Unquit to cause thy lovers plain,
Although my lute and I have done.
Perchance thee lie wethered and old
The winter nights that are so cold,
Plaining in vain unto the moon;
Thy wishes then dare not be told;
Care then who list, for I have done.
And then may chance thee to repent
The time that thou hast lost and spent
To cause thy lovers sigh and swoon;
Then shalt thou know beauty but lent,
And wish and want as I have done.
Now cease, my lute; this is the last
Labour that thou and I shall waste,
And ended is that we begun.
Now is this song both sung and past:
My lute be still, for I have done.
The Lute, whose sounde doth most delighte the eare,
Was caste aside, and lack'de bothe stringes, and frettes:
Whereby, no worthe within it did appeare,
MERCURIUS came, and it in order fettes:
Which being tun'de, fuche Harmonie did lende,
That Pottes write, the trees theire toppes did bende.
Euen fo, the man on whome dothe Nature froune,
Whereby, he liues dispis'd of euerie wighte,
Industrie yet, maie bringe him to renoume,
And diligence, maie make the crooked righte:
Then haue no doubt, for arte maie nature helpe.
Thinke howe the beare doth forme her vglye whelpe.
The holy spokesman of the Gods
With heaue[n]ly Orpheus hight:
Did driue the savage men from wods,
And made them liue aright.
And therefore is sayd the Tygers fierce,
And Lyons full of myght
To overcome: Amphion, he
Was sayd of Theabs the founder,
Who by his force of Lute dyd cause <----
The stones to part a sonder.
And by his speach did them derect,
Where he would have them staye:
This wisedome this was it of olde
All strife for to allay.
To giue to euery man his owne,
To make the Gods be knowne
To drive each lecher from the bed,
That never was his owne.
To teach the law of mariage,
The way to build a towne,
For to engraue these lawes in woods
This was these mens renowne.
She was barr'd up in whale-bones, that did leese
None of the whale's length, for they reached her knees;
Off with her head, and then she hath a middle
As her waste stands, just like the new found fiddle,
The favourite Theorbo, truth to tell ye,
Whose neck and throat are deeper than the belly.?
Did not the Mind, on heav'nly Joy intent,
The various Kinds of Harmony invent?
She the Theorbo, she the Viol found,
And all the moving Melody of Sound.
She gave to breathing Tubes a Pow'r unknown,
To speak inspir'd with Accents not their own.
Taught tuneful Sons of Music how to sing,
How by Vibrations of th' extended String,
And manag'd Impulse on the suff'ring Air,
T' extort the Rapture, and delight the Ear.
Délie, 1544
Leuth résonnant, et le doulx son des cordes,
Et le concent de mon affection,
Comment ensemble unyment tu accordes
Ton harmonie avec ma passion!
Lors que je suis sans occupation
Si vivement l'esprit tu m'exercites,
Qu'ores à joye, ore à dueil tu m'incites
Par tes accordz, non aux miens ressemblante.
Car plus, que moy, mes maulx tu luy récites,
Correspondant à mes souspirs tremblantz.
Les Amours, 1552
Plus mile fois que nul or terrien,
J'aime ce front où mon Tyran se joüe
Et le vermeil de cette belle joüe,
Qui fait honteux le pourpre Tyrien.
Toutes beautés à mes yeus ne sont rien,
Au pris du sein qui lentement secoüe
Son gorgerin, sous qui per à per noüe
Le branle égal d'un flot Cytherien.
Ne plus, ne moins, que Juppiter est aise,
Quand de son luth quelque Muse l'apaise,
Ainsi je suis de ses chansons épris,
Lors qu'à son luth ses doits elle embesongne,
Et qu'elle dit le branle de Bourgongne,
Qu'elle disoit, le jour que je fus pris.
Œuvres, 1555
Lut, compagnon de ma calamité,De mes soupirs témoin irréprochable,De mes ennuis controlleur véritable,Tu as souvent avec moy lamenté ; Et tant le pleur piteus t'a molestéQue, commençant quelque son délectable,Tu le rendois tout soudain lamentable,Feignant le ton que plein avoit chanté. Et si te veus efforcer au contraire,Tu te destens et si me contreins taire :Mais me voyant tendrement soupirer, Donnant faveur à ma tant triste pleinte,En mes ennuis me plaire suis contrainteEt d'un dous mal douce fin espérer.
Livre de Vers Liriques, 1573
CHANTE, mon Leut, non la mortelle plainte
Dont justement, las, je me passionne :
Mais la beauté dont ma Déesse est peinte
Chante, et de toy rien qu'elle ne resonne,
Y employant la mieux parlante corde
Que touche Albert, ou que Saingelais sonne.
Laisse le son, que l'inique discorde
Te feit chanter pleingnant ma peine dure,
Et à ma voix un plus doux chant accorde.
Chante cest or filé par la Nature
Pour enrichir de blonds cheveux la teste :
Qui pallit l'or de sa riche coiffure.
Chante ce front, ce Ciel, ce siège honneste,
Où la Vertu en majesté repose,
Et de l'aimer me poind et admonneste.
Chante le teint de celle blanche rosé,
Qui la beauté de toute fleur efface
Au plus beau jour du plus beau Mois desclose.
Chante ces arcs, souz lesquels Amour passe
Quand sa douceur benine, ou rigueur fiere,
De vie ou mort m'asseure, ou me menace.
Chante la grave et modeste manière
De ces beaux yeux, que le Soleil honore,
Comme allumant son feu en leur lumière.
Chante ce pourpre, et ce lait, qui colore
Vermeillement et l'une et l'autre joue
Faisant de soy envieuse L'Aurore.
Chante ce nez dilicat : mon Leut, loue
Les deux Rubis, et les Perles pareilles,
Que l'Orient en sa richesse avoue.
Chante ces deux impollues oreilles
Closes au mal, et non jamais fermées
Aux saints propos des célestes merveilles.
Chante ces cent et cent grâces semées
Parmi ce ris, ris chastement folastre :
Qui tient en moy cent torches allumées.
Chante ce col, la colonne d'albastre,
Soutènement du chef de mon Idole,
Qui me rend tout vainement idolastre.
Chante le droit, chante le gauche Pole :
Chante le pur de la voye lactée,
D'où le penser seulement me console.
Chante la main doctement usitée
A te sonner : admirable à escrire
L'invention du rare esprit dictée.
Ne chante point ce que je n'ose dire :
Tout ce parfait, que l'honnesteté celé,
Que craintif j'aime, et sans espoir désire.
Mais chante moy celle essence immortelle,
Qui, pour tenter du Ciel nouvelle trace,
Son aesie empenne, et son vol renouvelle.
Chante combien celle divine grâce
Gaigne sur moy, et scet vivement peindre
L'amour au cœur, et le dueil en la face.
Si tu ne peux à la louange atteindre,
Que la beauté mérite de ma dame,
Vueilles au moins si doucement te pleindre
Qu'elle ait pitié — triste Leut — de ma flame.