Thomas Schall - Biedermeiergitarre und Vihuela

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Vorbemerkung
Diese Seite ist im Aufbau und sie wird ständig erweitert. Schauen Sie doch mal wieder vorbei!

Alle Bilder dieser Seite sind von meiner Vihuela, gebaut von Renzo Salvador.




Das Instrument

Leider sind uns, je nach Ansicht, nur wenige oder auch gar kein originales Instrument erhalten geblieben.

Die Tatsache aber, daß es ein eigenständiges Repertoire und eine eigene, am Spiel der Renaissancelaute orientierte, durch Spezialitäten wie das Dedillo ergänzte, Technik für die Vihuela gibt läßt die Behauptung zu, daß es dieses Instrument gab und es nicht einfach, wie zum Beispiel von M. Ophee vorgeschlagen, unter dem Begriff Gitarre subsumierbar ist. Daß wir kein gesichertes historisches Modell haben, führt zu einer Vielzahl von Gestaltungen der "Nachbauten", die sich meistens an ikonographischen Quellen orientieren. Die Behauptung in der sogenannten Chambure-Vihuela ein erhaltenes Original gefunden zu haben führt in letzter Zeit dazu, daß oft dieses Instrument kopiert wird.

Oft wird das Instrument als rein spanische Erfindung betrachtet, doch gab es in Italien ein gleichartiges, wenn nicht identisches Instrument, dort viola da mano genannt.


Einen Überblick über erhaltene Instrumente, Tipps zum Kauf, was historische Quellen sagen und eine Zusammenfassung der laufenden Diskussionen zum Thema finden Sie hier


Meine Vihuela, geb. von Renzo Salvador


Rückseite des Instruments

Repertoire

Das Schaffen der Vihuelanistas ist, von einigen Manuskripten abgesehen, in sieben Büchern veröffentlicht, die allesamt in der kurzen Zeit von 1536 bis 1578 entstanden.

Die Mehrzahl der Stücke ist sehr kunstvoll gestaltet und besteht aus Vokalintavolierungen (unter denen die geistlichen Werke noch einmal eine Sonderrolle einnehmen), Fantasien und anderen freien Kompositionsformen (wie Tientos) und wenigen Tänzen (Pavanen, Galliarden) sowie Liedern. Dieses Repertoire läßt sich als höfische Kunstmusik klassifizieren, die in (italienischer) Tabulatur notiert wurde, während die Musik für Gitarre in Cifras, einer speziellen akkordorientierten Schreibweise notiert wurde.

Das Instrument war hoch angesehen, die Spieler rekrutierten sich aus der adeligen Oberschicht.


Die Titelblätter der Drucke suggerieren oft eine Verbindung zu Orpheus (s.obigen Ausschnitt aus dem Titelbild von Milans El Maestro).