Thomas begleitet einen Chor
Barocklaute

Thomas Schall 

Thomas Schall,Niederhofheimer Weg 3, D-65843 Sulzbach, Tel.: 06196-74519
E-Mail: lautenist@lautenist.de

 


 
Konzertkritik
Flörsheim-Weilbach 27.10.2002 

 

Programm:

11-chörige Laute 

Sylvius Leopold Weiß (1687 - 1750)
Sonate F-Dur

Prelude
Allemande

Courante
Bourée
Sarabande
Menuet
Gigue

Phillipp Franz LeSage de Richée (ersch. 1695)
Suite in D-Moll:
Prelude
Allemande
Courante
Sarabande
Gigue
Gavotte
Menuett
Bourée

Johann Michael Kühnel (ca. 1670 - nach 1730)
Liuto Solo in G-Dur:
Allemande
Courante
Sarabande
Menuett
Gigue

 

- Pause -

13-chörige Laute

Johann Gottfried Conradi (ersch. 1724)
Suite in C-Dur:
Prelude
Allemande
Courante
Menuett
Gigue

Adam Falckenhagen (1698-1754)
Sonate III in B-Dur
Largo
Moderato
Vivace

Joachim Bernhard Hagen (1720-1787)
Liuto Solo in C-Moll:
Andante
Allegro
Allegretto

"...Deutschland wird seinen Weiß gewiß auf ewige Zeiten, sowohl den zweyten Vater als den größten Meister der Laute ehren. [...]" schrieb der bekannte Literaturwissenschaftler Gottsched Ende des 18.Jahrhunderts in sein Lexikon. Sylvius Leopold Weiß war der wohl bedeutendste Komponist für Laute im 18.Jahrhundert und zählte zu den bekanntesten und beliebtesten Musikern seiner Zeit. Er war mit Johann Sebastian Bach bekannt und es wird berichtet, dass er Bach auf der Laute gegen das einfacher zu handhabende Clavier nicht unterlegen gewesen sein soll.

Über Phillip Franz LeSage de Richée wissen wir wenig. Er kam aus Schlesien, war Schüler des letzten großen Meisters der französischen Lautenkunst (Mouton) und wirkte in der Gegend um Breslau. Wahrscheinlich zählte Sylvius Leopold Weiß zu seinen Schülern und ist vor allem für sein pädagogisches Wirken bekannt. Ein Druck mit Kompositionen, einer Lautenschule und einer kleinen (Auto-) Biographie sind uns erhalten.

Auch über Johann Michael Kühnel wissen wir nur sehr wenig. Er war bekannt als virtuoser Gambist und Lautenist, der in der Tradition des großen Sylvius L. Weiß wirkte.

Adam Falckenhagen war Hoflautenist in Bayreuth bei der kunstsinnigen Markgräfin Wilhelmine, der Schwester Friedrich des II. (des "Großen"). Seine Kompositionen fallen in das sogenannte "galante" Zeitalter, welches schon mit den Prinzipien des Barock brach und die cantabile ("gesangliche") Melodieführung einführte.

Joachim Bernhard Hagen zählt zur letzten Generation der historischen Lautenisten. Er war als Geiger am Bayreuther Hof angestellt, doch auch als Lautenist bekannt. Seine Kompositionen fallen bereits in die frühklassische Epoche und zählen zu den technisch anspruchsvollsten Kompositionen für Laute.



Programm (11-chörige Laute):

 

Sylvius Leopold Weiß (1687 - 1750)
Sonate F-Dur

Prelude
Allemande

Courante
Bourée
Sarabande
Menuet
Gigue

Phillipp Franz LeSage de Richée (ersch. 1695)
Suite in D-Moll:
Prelude
Allemande
Courante
Sarabande
Gigue
Gavotte
Menuett
Bourée

Johann Michael Kühnel (ca. 1670 - nach 1730)
Liuto Solo in G-Dur:
Allemande
Courante
Sarabande
Menuett
Gigue

Esaias Reusner der Jüngere (1636-1679)
Suite in D-Dur
Sonatina
Allemande
Courant
Sarabanda
Gavotte
Gigue
Passagalia

 

Laurent de St.Luc (1663 - nach 1705)
Suite in A-Dur:
Prelude en Rondeau
Allemande
Courante
Sarabande
Menuet du Tambour da Basques
Gigue

 


Programm (13-chörige Laute):
 

Johann Gottfried Conradi (ersch. 1724)
Suite in A-Moll:
Prelude
Allemande
Courante
Menuett
Gigue

Sylvius Leopold Weiß (1687 - 1750)
Sonate B-Dur
Allemande
Courante
Bourée
Sarabande
Menuet
Presto


Adam Falckenhagen (1698-1754)
Sonate III in B-Dur
Largo
Moderato
Vivace

Joachim Bernhard Hagen (1720-1787)
Liuto Solo in C-Moll:
Andante
Allegro
Allegretto

 

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